Trekkingrucksäcke: Erfahrungsberichte und Tests

Trekkingrucksäcke im Praxistest: Wir stellen den Bach Slim Mac und den Bach Specialist vor, die wir auf unseren Wandertouren verwenden. Beide Modelle würden wir nach unserer Erfahrung definitiv weiterempfehlen!

Doch worauf kommt es bei der Wahl des Rucksacks eigentlich an? Aus unserer Sicht sind entscheidend: Tragekomfort, Volumen und Robustheit. Das Eigengewicht des Rucksacks spielt natürlich auch eine Rolle, aber extrem große Unterschiede gibt es hier sowieso nicht und es ist natürlich die Frage, ob es sich wirklich lohnt, für ein paar Hundert Gramm ein eventuell wenig belastbares Material in Kauf zu nehmen.

Was den Komfort angeht, lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen treffen und hier ist es logischerweise notwendig, verschiedene Modelle zu testen um den für den eigenen Körperbau optimalen zu finden. Idealerweise sollte der Rucksack sich selbst voll beladen nicht wie eine Belastung oder ein „Fremdkörper“ anfühlen.

Als sinnvolle Größe hat sich ein Volumen von ca. 70 bis 80 Litern erwiesen; damit kommt man auch auf zweiwöchigen Wildnistouren ohne Einkaufsmöglichkeiten problemlos aus und mehr wäre gewichtsmäßig sowieso problematisch. Natürlich ist für kürzere Touren (oder wenn Verpflegung unterwegs nachgekauft werden kann) ein kleinerer Rucksack ausreichend, aber es gibt ja keinen Grund, seine Möglichkeiten dadurch zu limitieren.

Wir selbst verwenden folgende Rucksäcke:

Bach Slim Mac 3

Bach Slim Mac 3

  • Volumen: 80 l
  • Gewicht: 3000 g
  • Rückenlänge: 71 cm

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Der Slim Mac verfügt wie die meisten Rucksäcke über ein großes Hauptfach mit abtrennbarem unteren Teil, zwei Fächer im Deckel und zwei flache Fronttaschen für Dokumente oder Karten. Zusätzlich sind natürlich verschiedene Gurte zur Außenbefestigung sperriger Gegenstände vorhanden.
Das Tragesystem ist wie üblich höhenverstellbar und das ganze Modell ist auch in kleineren Größen verfügbar, sodass für jeden Rücken das richtige dabei ist.

Der Bach Slim Mac in Aktion auf den Hebriden.

Der Bach Slim Mac in Aktion auf den Hebriden.

Probleme mit dem Volumen gab es mit diesem Rucksack noch nie, auch bei zwei Wochen Wildnis ohne Einkaufsmöglichkeiten passen Essen, Kleidung, Schlafsack und Zelt ohne größeren Komprimierungsaufwand, wobei die Isomatte außen angebracht war. Gleichzeitig kann der Rucksack auf kürzeren Touren entsprechend zusammengezogen werden, sodass er auch bei wenig Beladung eine praktische Größe bekommt.

Herausragend ist die Qualität des Materials, vom fachkundigen Verkäufer auch als „Motorradjackenstoff“ bezeichnet. Nun ja, er ist jedenfalls deutlich robuster und dicker als der Stoff vieler vergleichbarer Rucksäcke und zu einem gewissen Grad wasserdicht, sofern er nicht anhaltendem Regen ausgesetzt ist. Wenn er mal bei engeren Passagen am Felsen vorbeischrabbt, muss man sich auch keine Sorgen machen. Nur dem nächtlichen Angriff nusshungriger Nagetiere hält allerdings auch das stärkste Material nicht stand, wie wir leider feststellen mussten, doch die Zierde eines jeden Backpacks ist schließlich sein Panzerband-Flicken.

Der Tragekomfort ist aus meiner (schlank, 1,97m) Sicht nicht zu überbieten und ich würde den Rucksack in jedem Fall wieder kaufen, weil er auch bei höherer Beladung optimal sitzt und nicht stört. Auch bei balancekritischeren Kletterpassagen am Drahtseil fühlt sich das Gewicht am Rücken mit dem Bach nicht sonderlich hinderlich an.

Ein Nachteil ist allerdings der fehlende Front Access, den es beim Bach Specialist (s.u.) gibt. So kommt man nur von unten und oben an den Rucksackinhalt heran, was aber in den meisten Fällen auch nicht das allergrößte Problem darstellt, wenn man vernünftig gepackt hat.

Bach Specialist 1

Bach Specialist 1

  • Volumen: 68 l
  • Gewicht: 2420 g
  • Rückenlänge: 57 cm

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Der Specialist ist ein wenig kleiner als der Slim Mac aus gleichem Hause, dafür auch leichter. Auch er verfügt über ein großes Hauptfach, zwei Fächer im Deckel und eine flache Fronttasche für Dokumente oder Karten. Gurte zur Außenbefestigung sperriger Gegenstände fehlen ebenso nicht. Im Gegensatz zum Slim Mac verfügt der Specialist über das praktische „Front-Access“-Feature, die Möglichkeit den Rucksack wie eine normale Reisetasche an der langen Rückseite zu öffnen und zu befüllen. Hiermit entfällt das lästige Wühlen, wenn ein Gegenstand weiter unten aus dem Rucksack herausgeholt werden soll.
Typisch für Bach ist die Verarbeitung auch hier top, der Stoff scheint äußerst reissfest zu sein und wird wohl noch viele Trekkingtouren überstehen.

Ein Kommentar

  • Powerlocke 19. Juni 2016 Antworten

    Ich finde es an einigen Stellen ein bisschen geschwollen. Ein dicker Pluspunkt ist die Alliteration „nusshungrige Nagetiere“.

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